Hepatitis A - Die Leberkrankheit aus dem Urlaub
Wer während seines Urlaubs Europa verlässt, der sollte sich gegen Hepatitis A impfen lassen. Die Gefahr, sich anzustecken kann überall lauern: verunreinigtes Wasser oder verdorbene Lebensmittel.
Mit der anstehenden Urlaubszeit treibt es auch wieder mehr Menschen in exotische Gebiete wie Afrika, Asien oder Süd-Amerika. Dass dort gefährliche Krankheiten lauern könnten, daran denken die wenigsten. Hingegen ist man in Ländern Europas und Nord-Amerikas sowie in Australien relativ sicher. Eine dieser im schlimmsten Fall lebensbedrohlichen Krankheiten ist Hepatitis A.
Warum aber ist die Ansteckungsgefahr gerade in den Entwicklungsländern so hoch? Der HA-Virus, zu den Hepatitiden gehörend, entwickelt sich in verunreinigtem Wasser oder verdorbenen Lebensmitteln. In Risikogebieten ist der Hygienestandard derartig gering, dass gegen die Entwicklung von Viren nicht viel getan werden kann. Nahrungsmittel sind vor allem deshalb betroffen, weil sie mit dem unsauberen Wasser gegossen werden. So kann selbst im einfachen Salat, den man im Urlaub zu sich nimmt, der Hepatitis-A-Virus vorkommen.
Abgesehen von der Übertragung durch den Verzehr von Lebensmitteln, wie erfolgt eine Infektion? Hepatitiden kommen nicht nur in Wasser vor, sondern auch in Fäkalien und können dort besonders lange überleben. Die Übertragung erfolgt also größtenteils fäkal-oral. Spuren von mit dem HA-Virus infizierten Fäkalien werden beispielsweise mit der Hand aufgenommen und an den Mund weitergegeben. Das kann ganz unbewusst passieren. Die Infektion erfolgt schnell, aber bis es zum Ausbruch der Krankheit kommt, können gut 50 Tage vergehen. Während dieser Zeit können aber schon Beschwerden auftreten: Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall oder Fieber. Hepatitis A ist meist sehr heftig, kann aber spontan ausheilen und das ohne schwerwiegende Komplikationen.
Dennoch sollte man Vorkehrungen treffen, diese Leberkrankheit erst gar nicht zu bekommen. Denn zurück aus dem Urlaub, kann es durch die eigene Infektion zu lokalen Ausbrüchen der Krankheit kommen. Abhilfe schafft eine vorsorgliche Impfung, die dann bis zu 10 Jahre schützt. Des Weiteren sollte auf einen übermäßigen Verzehr von Meeresfrüchten oder rohem Fleisch in Risikogebieten verzichtet und Wasser vor dem Gebrauch abgekocht werden. Dann kann der Urlaub auch unbeschwert verlaufen.
19.02.2010