Was tun, wenn ohne Unterlass die Kopfhaut juckt?
Wenn die Kopfhaut juckt, liegt dies häufig an Schuppen. Doch auch Neurodermitis, Pilze, falsche Shampoos oder psychische Ursachen können hinter dem unbezwingbaren Juckreiz stecken.
Viele kratzen sich am Kopf, wenn sie nachdenken. Doch manch einer tut es auch, weil er unter einem unerträglichen Juckreiz leidet. Oft sind Schuppen die Ursache. Hier helfen milde Baby- oder Anti-Schuppen-Shampoos. Haare waschen sollte man besser nicht zu heiß. Aber auch ein Pilz oder Läuse können den Juckreiz verursachen. Gegen beides gibt es spezielle Shampoos. Es ist auch möglich, dass die Kopfhaut juckt, weil man gegen die Inhaltsstoffe eines Shampoos allergisch ist. Wenn man empfindlich auf bestimmte Produkte reagiert, sollte man besser ein mildes Shampoo verwenden und eventuell zu Naturprodukten greifen. Ursachen können auch Tönungen oder zu heißes Föhnen sein. Ist der Juckreiz auf eine zu trockene Haut zurückzuführen, kann es helfen, die Haare seltener zu waschen oder feuchtigkeitsspendende Shampoos oder Spülungen zu verwenden. Hausmittel gegen Juckreiz und trockene Kopfhaut sind Olivenöl, das man über Nacht einwirken lässt und dann ausspült, und Kamillentee, der die Haut beruhigt.
Eine Schuppenflechte, Akne oder auch Neurodermitis können ebenfalls dem Juckreiz zu Grunde liegen. Diese sollte man vom Hautarzt behandeln lassen. Wenn nicht nur die Kopfhaut juckt, sondern auch weitere Symptome dazukommen, sollte man auch den Arzt aufsuchen, damit er ernsthaftere Krankheiten wie Diabetes ausschließen kann.
In allen Fällen gilt, dass Kratzen den Juckreiz verschlimmert und die Kopfhaut weiter reizt. Wenn man dennoch die Finger nicht von der Kopfhaut lassen kann, sollte man sich zumindest nur sanft mit den Fingerknöcheln statt mit den Nägeln kratzen. Wer sich unbewusst nachts kratzt, kann Handschuhe anziehen oder eine Mütze tragen. Auch Frisuren können verhindern, dass man sich ständig an die Kopfhaut greift. Es hilft außerdem, herauszufinden, in welchen Situationen man sich kratzt. Dient das Kratzen vielleicht der Bewältigung von Stress und Anspannung? Oder kratzt man sich, um der Langeweile zu entkommen? Vielleicht finden sich andere Möglichkeiten, auf diese Situationen zu reagieren. In einigen Fällen ist das Kratzen ein regelrechter Zwang. Man spricht dann von einer Dermatillomanie und sollte die psychischen Ursachen behandeln lassen.
18.06.2010