Auf zum Sport. Bilder machen wie ein Fotograf
Irgendwann kommt jeder einmal in die Situation, Sport-Bilder aufnehmen zu müssen. Doch worauf sollte man achten? Wie sollte man die Kamera einstellen? Und wie werden Fotos lebendig?
Die Anforderungen an ein gelungenes Sportfoto sind hoch. Es sollen nicht nur die Sportler selbst dargestellt werden, sondern auch die Atmosphäre, die Fans und die Spannung, die in der Luft liegt. Es ist also wichtig, sich genau zu überlegen, wie man die Umgebung und die Stimmungen mit in sein Bild einfließen lassen kann. Mit Weitwinkelobjektiven könnte man zum Beispiel die jubelnden Fans mit dem Sportler gemeinsam auf das Foto bannen oder aber mit einem Teleobjektiv die Anspannung in den Gesichtern festhalten.
Egal, ob es nun der eigene Sohn beim Dorfturnier oder der Fußballstar während der Weltmeisterschaft sein soll; die richtige Technik ist für gelungene Sport-Bilder unvermeidlich. Dabei ist weniger eine hochmoderne Ausstattung nötig, als vielmehr ein wenig Geschick bei der Einstellung der Kamera. Generell kann man folgenden Grundsatz anwenden: „Möglichst kurze Belichtungszeit, möglichst kleine Blendenzahl.“ Oberstes Ziel sollte es sein, die Verschlusszeit so kurz wie möglich einzustellen. Dadurch werden sogenannte Bewegungsunschärfen vermieden. Die Blende sollte dabei nur soweit geschlossen werden, dass die nötigen Bilddetails scharf dargestellt werden. Die Blende weiter zu schließen, erhöht dann nur unnötig die benötigen Verschlusszeiten.
Nachdem nun die ersten Sport-Bilder aufgenommen sind, kann man beginnen, mit den Einstellungen zu experimentieren. Beispielsweise könnten die oben beschriebenen Unschärfen durch geschicktes Bewegen der Kamera genutzt werden, um Bewegungsabläufe darzustellen. Dazu wird die Kamera während der Aufnahme nicht still gehalten, sondern folgt dem Sportler bei seiner Bewegung. Eine andere Möglichkeit Bewegungsabläufe darzustellen, ist im richtigen Moment den Blitz einzusetzen. Wichtig hierbei ist, dass der Blitz erst am Ende der Aufnahme auslöst, und nicht zu Beginn.
Egal, für welches Vorgehen und für welche Technik man sich schlussendlich entscheidet, der eigene Spaß am Fotografieren wird am Ende bestimmen, ob man gelungene Fotos mit nach Hause nimmt. Nur wer sich selbst in die jeweilige Situation einfinden kann, wird auch ihre Emotionen einfangen können.
29.04.2010