Lichtblick: Ökostrom zu erschwinglichen Preisen
Der Hamburger Energieversorger trägt die Hoffnung schon im Namen: Lichtblick. Ökostrom und -gas rein aus Wind- und Wasserkraft sowie aus Biomasse erzeugt, soll dem Verbraucher ein umweltbewusstes Handeln erleichtern.
Noch vor 20 Jahren wurde alles, was "öko" im Namen trug, mit scheelen Augen angesehen. "Ökos" - das waren Menschen mit zotteligen Haaren und merkwürdigen Klamotten, die zum Frühstück selbstgeschrotetes Müsli aßen und davon träumten, ein Teil der Natur zu sein. Dieses Image hat sich mittlerweile zum Glück radikal gewandelt. "Öko" ist schick und gut, der drohende Klimawandel und die letzten noch nicht abgeholzten Regenwälder haben den Menschen verdeutlicht, wie wichtig Umweltschutz ist.
Sowohl beim Landschafts- als auch beim Klimaschutz spielt die umweltfreundliche Erzeugung von Strom eine große Rolle. Strom herkömmlicher Anbieter wird in erster Linie von Atom- und Kohlekraftwerken bezogen, wobei erstere zwar kein CO2 erzeugen, aber niemand eine Patentlösung für eine sichere Entsorgung der radioaktiven Abfälle nennen kann. Besonders Kohle - wie alle fossilen Brennstoffe - erzeugt Unmengen an klimafeindlichem CO2.
Die Lösung für umweltfreundlichen Strom bietet das Hamburger Energieversorgungsunternehmen Lichtblick. Ökostrom entsteht hier aus reiner Wind- und Wasserkraft sowie aus Biomasse. Das Schlagwort ist Nachhaltigkeit. Im Gegensatz zu Kohle, Erdöl und -gas werden Wind, Wasser, Sonne und Biomasse (zum Beispiel aus Raps, Soja, Mais) auch in 50 oder 100 Jahren noch in ausreichendem Maße vorhanden sein.
Innerhalb von nur 10 Jahren hat sich Lichtblick Ökostrom einen festen Platz auf dem deutschen Energiemarkt erobert. Im September 1999 ging das Unternehmen als eines der ersten unabhängigen Energieversorger mit nur acht Privatkunden an den Start. Keine zehn Jahr später - im März 2009 - sind es schon 500.000 zufriedene Kunden. Der Strom wird vor allem von fünf norwegischen und einem österreichischem Wasserkraftwerk sowie einem Biomassekraftwerk in Stendal (Sachsen-Anhalt) bezogen. 2008 geriet das Unternehmen kurzfristig in die Schlagzeilen, als bekannt wurde, dass auch Strom unklarer Herkunft geliefert wurde. Was sich im ersten Moment als Betrug am Kunden liest, ist letzten Endes leider notwendig: Um die Netzspannung auch bei kurzfristigen Schwankungen im Stromverbrauch aufrechtzuerhalten, muss Ausgleichsenergie bezogen werden, in aller Regel "Graustrom".
19.02.2010